{"id":101059,"date":"2026-02-18T10:28:19","date_gmt":"2026-02-18T09:28:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/in-depth\/101059\/automatisch-gespeicherter-entwurf"},"modified":"2026-03-12T10:14:47","modified_gmt":"2026-03-12T09:14:47","slug":"wohltatigkeit-glucksspielbranche","status":"publish","type":"gi_indepth","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/analysen\/101059\/wohltatigkeit-glucksspielbranche","title":{"rendered":"iGB Live-Podiumsdiskussion: Wohlt\u00e4tigkeit in der Gl\u00fccksspielbranche"},"content":{"rendered":"\n
Spendenaktionen f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke sind weder in dieser noch in anderen Branchen etwas Neues, ist Ihnen in diesem Zusammenhang jedoch schon mal aufgefallen, auf welche Art von Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen sich die Gl\u00fccksspielbranche haupts\u00e4chlich konzentriert?<\/p>\n\n\n\n
Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen unterst\u00fctzen h\u00e4ufig Menschen, die unter den Folgen einer Gl\u00fccksspielsucht leiden, was angesichts der ethischen Verantwortung, die mit der T\u00e4tigkeit in der Gl\u00fccksspielbranche einhergeht, verst\u00e4ndlich ist.<\/p>\n\n\n\n
Damit sollte die Unterst\u00fctzung jedoch nicht enden. Die Gl\u00fccksspielbranche leistet sehr viel Gutes, aufgrund der unausgesprochenen Vorliebe f\u00fcr Gl\u00fccksspiel-Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen kann es f\u00fcr andere Branchen jedoch herausfordernd sein, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie verdienen.<\/p>\n\n\n\n
Zu diesem Schluss kam eine Podiumsdiskussion auf der iGB Live im Excel Centre in London im Sommer 2025. Bei dieser Veranstaltung wurde konstatiert, dass der oben erw\u00e4hnte Fokus auch eigene Probleme mit sich bringen kann. Wenn eine Branche nur Geld an Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen spendet, die versuchen, den von der Branche verursachten Schaden auszugleichen, kann dies die \u00f6ffentliche Wahrnehmung beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n
Auf der einen Seite gibt es Ben & Jerry’s, die sich f\u00fcr soziale Gerechtigkeit einsetzten, Tom’s Shoes, das daf\u00fcr bekannt ist, bed\u00fcrftigen Kindern kostenlose Schuhe zu schenken, und Dave’s Killer Bread, das sich f\u00fcr die Einstellung von Menschen mit krimineller Vergangenheit einsetzt. Hier ist der Kontext nicht an m\u00f6gliche verschuldete Ursachen gekn\u00fcpft. Ein Beispiel: Als Mitbegr\u00fcnderin und Treuh\u00e4nderin von CHIPS veranstaltet Linda Lindsay seit Jahren Wohlt\u00e4tigkeitsveranstaltungen, um Geld f\u00fcr Spezialrollst\u00fchle f\u00fcr behinderte Kinder zu sammeln, deren Familien sich diese nicht leisten k\u00f6nnen oder keine anderweitige Unterst\u00fctzung erhalten.<\/p>\n\n\n\n An diesen Veranstaltungen nehmen h\u00e4ufig hochrangige Vertreter der Gl\u00fccksspielbranche teil, darunter das j\u00e4hrliche Golfturnier im Woburn Club, aber auch kleinere Veranstaltungen, die von Einzelpersonen im ganzen Land organisiert werden.<\/p>\n\n\n\n Seit seiner Gr\u00fcndung hat CHIPS \u00fcber 2 Mio. \u00a3 (2,29 Mio. \u20ac) gesammelt und \u00fcber 500 Rollst\u00fchle f\u00fcr bed\u00fcrftige Kinder bereitgestellt. Wer hat allerdings schon mal von dieser Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n Das ist kein Vorwurf an die Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation, sondern wirft vielmehr eine wichtige Frage auf, denn obwohl CHIPS seit vielen Jahren im Gl\u00fccksspielbereich t\u00e4tig ist, wird kaum dar\u00fcber berichtet. \u201eWir finden immer Kinder, die Hilfe brauchen, aber wir finden nicht immer die Unterst\u00fctzung der Branche, um ihnen zu helfen\u201c, sagt Linda Lindsay gegen\u00fcber dem Gremium. \u201eSobald man die Bilder der Kinder im Rollstuhl sieht, werden ihre Geschichte und die geleistete Hilfe greifbar. Aber wie kann man dar\u00fcber hinaus f\u00fcr Berichterstattung sorgen?\u201c<\/p>\n\n\n\n Ein weiteres Beispiel: Obwohl Simon Pilkington selbst nicht direkt f\u00fcr den Wohlt\u00e4tigkeits-Sektor t\u00e4tig war, f\u00fchlte er sich dennoch dazu berufen, die iGaming-Branche zu Spenden f\u00fcr eine Sache aufzurufen, die ihm sehr am Herzen lag.<\/p>\n\n\n\n Nachdem er 2023 an Wohlt\u00e4tigkeits-Boxk\u00e4mpfen f\u00fcr Oliver’s Wish teilgenommen hatte, organisierte Pilkington eine Veranstaltung, bei der er innerhalb von sechs Tagen sechs Ultramarathons hintereinander laufen sollte \u2013 183,5 Meilen oder 295,3 km. Dadurch kamen \u00fcber 55.000 \u00a3 (63.000 \u20ac) f\u00fcr Oliver’s Wish zusammen, eine Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation, die sich f\u00fcr Babys, Kinder und Jugendliche einsetzt und posthum im Namen von Oliver Dowling gegr\u00fcndet wurde. Pilkington erkl\u00e4rte auf seiner GoFundMe-Seite: \u201eIch bin begeistert und fest entschlossen, als Teil von Olivers Team so viel Geld wie m\u00f6glich zu sammeln und dabei hoffentlich die iGaming-Community zusammenzubringen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n Auch wenn er bei der Podiumsdiskussion nicht \u00fcber seine Bem\u00fchungen gesprochen hat, sind die eigenen Anstrengungen von David da Silva im Wohlt\u00e4tigkeits-Bereich erw\u00e4hnenswert. Als Moderator war er damit besch\u00e4ftigt, Pilkington und Lindsay zu interviewen, Da Silva ist allerdings gleichzeitig Mitbegr\u00fcnder von SoGood Partners.<\/p>\n\n\n\n Da Silvas Organisation arbeitet mit Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen zusammen, um die Sichtbarkeit, Zusammenarbeit, Bekanntheit und die Verteilung von Spenden mithilfe von Datentools und Branchenexpertisen zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n Da Silva ist sich bewusst, dass es zwar wichtig ist, f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke zu spenden, aber auch, dass es von Bedeutung ist, Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen mit langfristigem Wachstum und kontinuierlicher Stabilit\u00e4t zu unterst\u00fctzen, anstatt sich lediglich auf einmalige Engagements zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n Lindsay hat verraten, dass einige ihrer erfolgreichsten Wohlt\u00e4tigkeitsaktionen auf Spenden von mehreren Unternehmen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, bei denen ein Unternehmen mehr spenden m\u00f6chte als dessen Konkurrent.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n Erwartungsgem\u00e4\u00df kam im Verlauf der Podiumsdiskussion auch das Thema Charity Washing und Greenwashing zur Sprache. Die Gl\u00fccksspielbranche ist umstritten, weshalb Zyniker jede Wohlt\u00e4tigkeitsaktion sofort als Versuch abtun k\u00f6nnten, die negativen Auswirkungen und Risiken des Gl\u00fccksspiels unter den Teppich zu kehren. Denn wer w\u00fcrde es schon wagen, ein gro\u00dfes Casino zu kritisieren, wenn das Unternehmen Millionen f\u00fcr einen guten Zweck spendet, der ihm am Herzen liegt?<\/p>\n\n\n\n So kompliziert ist es allerdings nicht immer. Obwohl Gl\u00fccksspielanbieter bereits gro\u00dfe Summen f\u00fcr gute Zwecke spenden, hat das ihrem \u00f6ffentlichen Image kaum geholfen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Unterst\u00fctzung von Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen, die nichts mit Gl\u00fccksspiel zu tun haben, deren Image wandeln w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n Au\u00dferdem kann die Tatsache, dass jemand annimmt, eine gute Tat w\u00fcrde einzig aus dem Grund vollbracht werden, eine schlechte zu vertuschen, nicht verhindern, dass die Branche auch eine unumstritten positive Seite hat.<\/p>\n\n\n\n
Auf der anderen Seite spenden Gl\u00fccksspielunternehmen \u00fcberwiegend an Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen, die sich mit den Sch\u00e4den des Gl\u00fccksspiels befassen, was unbeabsichtigt die Verbindung zwischen den beiden Einrichtungen verst\u00e4rken kann.<\/p>\n\n\n\n
<\/figure>\n\n\n\nWohlt\u00e4tigkeitsveranstaltungen in der Gl\u00fccksspielbranche<\/h2>\n\n\n\n
Sichtbarkeit und Bekanntheit steigern f\u00fcr mehr Stabilit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n
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Charity Washing und\/oder Greenwashing?<\/h2>\n\n\n\n