{"id":105242,"date":"2026-07-09T09:25:34","date_gmt":"2026-07-09T07:25:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/analysen\/105242\/automatisch-gespeicherter-entwurf"},"modified":"2026-07-09T09:25:35","modified_gmt":"2026-07-09T07:25:35","slug":"hybrid-gambling-unterschaetzte-spielergruppe","status":"publish","type":"gi_indepth","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/analysen\/105242\/hybrid-gambling-unterschaetzte-spielergruppe","title":{"rendered":"Hybrid Gambling \u2013 Die untersch\u00e4tzte Spielergruppe?"},"content":{"rendered":"\n
Viele Gl\u00fccksspielangebote sind heute \u00fcber mehrere Vertriebskan\u00e4le verf\u00fcgbar, und Spielende k\u00f6nnen immer einfacher zwischen digitalen und landbasierten Formen wechseln. Diese Entwicklung wirft neue Fragen f\u00fcr Forschung und Spielerschutz<\/a> auf.<\/p>\n\n\n\n Laut dem Gl\u00fccksspiel-Survey 2025 l\u00e4sst sich ein Teil der Spielenden nicht mehr eindeutig einer einzigen Spielumgebung zuordnen. Neben Personen, die ausschlie\u00dflich online oder station\u00e4r spielen, gibt es eine dritte Gruppe: sogenannte Hybrid-Spieler. <\/p>\n\n\n\n Nach den Ergebnissen der Untersuchung entfallen 16,6 % der Befragten auf ausschlie\u00dflich station\u00e4res Gl\u00fccksspiel, 10,8 % auf Online-Gl\u00fccksspiel und 8,4 % auf beide Settings.<\/p>\n\n\n\n Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass hybride Formen und kanal\u00fcbergreifendes Spielverhalten besondere Herausforderungen mit sich bringen k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen unter anderem eine h\u00f6here Verf\u00fcgbarkeit von Gl\u00fccksspielangeboten, eine st\u00e4rkere Einbindung in den Alltag sowie eine gr\u00f6\u00dfere Zahl an Wettgelegenheiten. <\/p>\n\n\n\n All das sind Faktoren, die bereits seit Jahren als strukturelle Risikomerkmale von Gl\u00fccksspielprodukten diskutiert werden.<\/p>\n\n\n\n Doch wer sind Hybrid-Spieler eigentlich? Und verdient diese Spielergruppe k\u00fcnftig mehr Aufmerksamkeit als bisher?<\/p>\n\n\n\n Hybrid-Spieler werden h\u00e4ufig als Personen verstanden, die sowohl online als auch station\u00e4r spielen. Diese Sichtweise greift jedoch zu kurz. Entscheidend ist nicht allein die Nutzung verschiedener Vertriebskan\u00e4le, sondern die Art und Weise, wie sich das Spielverhalten \u00fcber unterschiedliche Umgebungen hinweg entfaltet.<\/p>\n\n\n\n Mit dem Wechsel zwischen digitalen und station\u00e4ren Angeboten ver\u00e4ndern sich auch die Rahmenbedingungen des Gl\u00fccksspiels. Online bedeutet eine nahezu permanente Verf\u00fcgbarkeit und einen schnellen Zugang. Station\u00e4r gibt es dagegen andere soziale und situative Anreize. <\/p>\n\n\n\n Am Beispiel hybrider Vertriebsmodelle f\u00fcr Sportwetten zeigt eine Schweizer Studie, dass sich diese Eigenschaften miteinander verbinden k\u00f6nnen und das Gl\u00fccksspiel st\u00e4rker in den Alltag integriert wird. <\/p>\n\n\n\n Dazu z\u00e4hlen unter anderem die Vorbereitung von Wetten per App, die sp\u00e4tere Validierung an Verkaufsstellen sowie eine hohe Zahl m\u00f6glicher Wettgelegenheiten.<\/p>\n\n\n\n Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich Hybrid-Spieler auch hinsichtlich ihres Spielverhaltens von Personen unterscheiden, die das Angebot ausschlie\u00dflich online oder ausschlie\u00dflich station\u00e4r nutzen. Der Gl\u00fccksspiel-Survey 2025 liefert hierzu interessante Erkenntnisse.<\/p>\n\n\n\n Der Begriff \u201eHybrid\u201c wird in der Forschung nicht einheitlich verwendet. Der Gl\u00fccksspiel-Survey 2025 definiert Hybrid-Spieler als Personen, die sowohl online als auch station\u00e4r spielen. Die Schweizer Studie bezieht sich auf hybride Vertriebskan\u00e4le im Bereich der Sportwetten. <\/p>\n\n\n\n Gemeint ist dort die Kombination digitaler Vorbereitung und terrestrischer Wettabgabe. Beide Ans\u00e4tze haben zwar eigene Definitionen, verdeutlichen jedoch denselben \u00fcbergeordneten Trend: Die Grenzen zwischen digitalen und station\u00e4ren Gl\u00fccksspielangeboten verschwimmen zunehmend.<\/p>\n\n\n\n Aus dem Gl\u00fccksspiel-Survey 2025 geht hervor, dass sich Hybrid-Spieler nicht nur durch die Nutzung verschiedener Umgebungen unterscheiden. Auch bei gl\u00fccksspielbezogenen kognitiven Verzerrungen hebt sich diese Gruppe deutlich von reinen Online- und station\u00e4ren Spielern ab.<\/p>\n\n\n\n Zur Erfassung dieser Denkmuster verwendeten die Autoren den Gamblers Beliefs Questionnaire (GBQ)<\/em>. Der Fragebogen misst unter anderem \u00dcberzeugungen wie die Illusion, Spielergebnisse beeinflussen zu k\u00f6nnen, oder den Glauben, Verluste durch weiteres Spielen ausgleichen zu k\u00f6nnen. Solche kognitiven Verzerrungen gelten seit Langem als wichtiger Risikofaktor f\u00fcr problematisches Spielverhalten.<\/p>\n\n\n\n Unter den Teilnehmenden an riskanten Gl\u00fccksspielen fallen die Unterschiede besonders deutlich aus:<\/p>\n\n\n\nKErnaussagen<\/h3>\n \n
\n
Mehr als nur Online und Offline<\/h2>\n\n\n\n
Was unterscheidet Hybrid-Spieler von anderen Spielern?<\/h2>\n\n\n\n