{"id":102826,"date":"2026-04-22T11:48:33","date_gmt":"2026-04-22T09:48:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/102826\/automatisch-gespeicherter-entwurf"},"modified":"2026-04-22T13:49:22","modified_gmt":"2026-04-22T11:49:22","slug":"illegale-gluecksspiel-werbung-ggl-fordert-zwangsgeld-von-rapper-capital-bra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/102826\/illegale-gluecksspiel-werbung-ggl-fordert-zwangsgeld-von-rapper-capital-bra","title":{"rendered":"Illegale Gl\u00fccksspiel-Werbung: GGL fordert Zwangsgeld von Rapper Capital Bra"},"content":{"rendered":"\n
Nachdem der prominente Rapper Capital Bra auf seinen Social-Media-Kan\u00e4len wiederholt illegale Online-Gl\u00fccksspiele beworben und und live gespielt hat, lanciert die Gemeinsame Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde der L\u00e4nder (GGL) ein laufendes Verfahren gegen den Rapper.<\/p>\n\n\n\n
Laut GGL hat Capital Bra Videoclips ver\u00f6ffentlicht, in denen er an unerlaubten Online-Gl\u00fccksspielangeboten teilnimmt. Er verbreitet seine Aufnahmen in Livestreams und stellt sie dar\u00fcber hinaus auf seinen Kan\u00e4len zur Verf\u00fcgung. Mehr noch: Der Rapper bewirbt und verbreitet mittels Banner-Werbung illegale Online-Angebote und unterh\u00e4lt zudem eine Vergleichsseite f\u00fcr illegale Online-Gl\u00fccksspielanbieter.<\/p>\n\n\n\n
Derartige Ver\u00f6ffentlichungen stellen eine Form der Werbung f\u00fcr illegale Gl\u00fccksspiele dar. Werbung f\u00fcr illegales Gl\u00fccksspiel ist gem\u00e4\u00df \u00a7 5 Abs. 7 des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags 2021 (Gl\u00fcStV 2021) jedoch ausdr\u00fccklich verboten. Um dies zu unterbinden, kann die GGL u. a. Untersagungsverf\u00fcgungen und Zwangsgelder auferlegen.<\/p>\n\n\n\n
Bereits im Oktober 2025 hat die GGL ein Verfahren gegen Capital Bra aufgrund wiederholter Werbung f\u00fcr illegales Gl\u00fccksspiel eingeleitet.<\/p>\n\n\n\n
In der Folge reagierte Capital Bra nicht auf die festgesetzte Anh\u00f6rung, woraufhin eine Untersagungsverf\u00fcgung einschlie\u00dflich Zwangsgeldandrohung zugestellt wurde. Dies jedoch ebenfalls ohne Reaktion. Um die Untersagungsverf\u00fcgung durchzusetzen, legte die GGL nunmehr ein Zwangsgeld in H\u00f6he von 250.000 \u20ac fest. Die schriftliche Festsetzung wurde w\u00e4hrend eines Club-Konzertes des Rappers am zur\u00fcckliegenden Wochenende in Wiesbaden durch das zust\u00e4ndigen Polizeipr\u00e4sidium in Westhessen zugestellt. \u00a0<\/p>\n\n\n\n
Die GGL positioniert sich zu Werbema\u00dfnahmen sehr deutlich: Wer die Teilnahme an illegalen Gl\u00fccksspielen streamt, begeht mit dieser Form von Werbung einen klaren Versto\u00df, den die Beh\u00f6rde mit strengen Untersagungsverf\u00fcgungen ahndet. Wird der Verf\u00fcgung nicht Folge geleistet, zieht die Nichtbeachtung hohe Zwangsgelder nach sich.<\/p>\n\n\n\n
Es ist streng untersagt, illegales Gl\u00fccksspiel zu bewerben oder angeblich unterhaltende Inhalte zu verharmlosen oder zu f\u00f6rdern. Ronald Benter, Vorstand der GGL konstatiert: \u201eWir schrecken auch vor bekannten Namen nicht zur\u00fcck. Wer illegales Gl\u00fccksspiel bewirbt, muss mit konsequenten beh\u00f6rdlichen Ma\u00dfnahmen rechnen<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n Ma\u00dfnahmen dieser Art k\u00f6nnten zwar mit Herausforderungen verbunden sein, vor allem auch, wenn die Erreichbarkeit von Personen zwecks Zustellung von Anordnungen nicht ohne weiteren Aufwand m\u00f6glich ist, die GGL nutzt allerdings alle juristisch zul\u00e4ssigen Mittel, u. a. auch, indem sie mit den zust\u00e4ndigen Polizeibeh\u00f6rden zusammenarbeitet, um die Durchsetzung geltenden Rechts sicherzustellen. In der Praxis zeigt sich, dass diese Durchsetzung erfolgreich ist.<\/p>\n\n\n\n Ziel der GGL ist es, Verbraucher durch die Ma\u00dfnahmen vor den Risiken illegaler Gl\u00fccksspielangebote zu sch\u00fctzen. Denn diese Art von Angeboten unterliegt weder einer staatlichen Aufsicht noch bietet sie einen ausreichenden Spielerschutz, zudem birgt sie erhebliche Gefahren in Form einer Suchtentwicklung und finanzieller Verluste.<\/p>\n\n\n\n In diesem Kontext weist die GGL zudem auf eine viel verbreitete Werbepraktik durch Streaming und Social Media hin. In Livestreams zeigen Influencer und Streamer immer wieder virtuelle Automatenspiele und Online-Casino-Spiele, die unrealistisch dargestellt oder gar manipuliert sein k\u00f6nnen. Auf diese Weise wird bei Zuschauern ein falsche Eindruck erweckt und die Vermutung best\u00e4rkt, dass unrealistisch hohe Gewinnsummen ohne Weiteres erreichbar sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n Gleichzeitig werden Zuschauer durch die Streamer gezielt dazu angeregt, ebenfalls an illegalen Online-Gl\u00fccksspielen teilzunehmen. Gef\u00e4hrlich sind hier insbesondere lancierte Links auf Gl\u00fccksspielseiten, auf denen Mindestbetr\u00e4ge eingezahlt werden m\u00fcssen, um an Geld- und Sachpreis-Gewinnspielen teilnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\nTrotz Herausforderungen gelingt Rechtsdurchsetzung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
GGL warnt: Werbung f\u00fcr illegales Gl\u00fccksspiel durch Streaming oder Influencer<\/strong> folgenreich<\/h3>\n\n\n\n
Quelle:<\/h2>\n\n\n\n