{"id":105449,"date":"2026-07-15T10:38:17","date_gmt":"2026-07-15T08:38:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/105449\/automatisch-gespeicherter-entwurf"},"modified":"2026-07-15T10:38:17","modified_gmt":"2026-07-15T08:38:17","slug":"oesterreich-gluecksspielreform-kritik-laender-branche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/105449\/oesterreich-gluecksspielreform-kritik-laender-branche","title":{"rendered":"\u00d6sterreichs Gl\u00fccksspielreform st\u00f6\u00dft auf Kritik aus L\u00e4ndern und Branche"},"content":{"rendered":"\n

Die geplante Reform des \u00f6sterreichischen Gl\u00fccksspielgesetzes st\u00f6\u00dft kurz vor Abschluss der Begutachtungsphase auf zunehmende Kritik. Vertreter mehrerer Bundesl\u00e4nder sowie Branchenvertreter warnen, dass einzelne Ma\u00dfnahmen den legalen Gl\u00fccksspielmarkt schw\u00e4chen, den Schwarzmarkt beg\u00fcnstigen und zu Einnahmeverlusten f\u00fcr die L\u00e4nder f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/em><\/p>\n\n\n\n

L\u00e4nder warnen vor Auswirkungen auf das \u201ekleine Gl\u00fccksspiel\u201c<\/h2>\n\n\n\n

Ein zentraler Streitpunkt betrifft die Regulierung der sogenannten Landesausspielungen, besser bekannt als \u201ekleines Gl\u00fccksspiel\u201c mit Geldspielautomaten. Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf sollen sowohl Einsatz- als auch Gewinnlimits deutlich reduziert werden. Der maximale Einsatz pro Spiel w\u00fcrde von derzeit 10 \u20ac auf lediglich 2 \u20ac sinken, w\u00e4hrend der H\u00f6chstgewinn von 10.000 \u20ac auf nur noch 2.000 \u20ac begrenzt werden soll.<\/p>\n\n\n\n

Mehrere Landespolitiker \u00e4u\u00dferten Bedenken, dass diese Versch\u00e4rfungen lizenzierte Betreiber wirtschaftlich unter Druck setzen und Spieler verst\u00e4rkt auf illegale Angebote ausweichen k\u00f6nnten. Gleichzeitig verweisen die Bundesl\u00e4nder auf die finanziellen Auswirkungen der Reform. Die Zuschlagsabgabe auf das kleine Gl\u00fccksspiel bringt den L\u00e4ndern derzeit rund 35 Mio. \u20ac j\u00e4hrlich ein, wobei Nieder\u00f6sterreich, Ober\u00f6sterreich und die Steiermark den gr\u00f6\u00dften Anteil erhalten.<\/p>\n\n\n\n

Auch Salzburg, das die Einf\u00fchrung eines regulierten Marktes f\u00fcr Geldspielautomaten vorbereitet, sieht die geplanten \u00c4nderungen kritisch. Dort wird bef\u00fcrchtet, dass strengere Vorgaben die wirtschaftliche Grundlage des neuen Regulierungsmodells bereits vor dessen Umsetzung beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n

Branche fordert Anpassungen am Gesetzesentwurf<\/h2>\n\n\n\n

Neben den Bundesl\u00e4ndern hat sich auch die Wirtschaftskammer \u00d6sterreich (WKO) kritisch zum Entwurf ge\u00e4u\u00dfert. Branchensprecherin Monika Racek begr\u00fc\u00dfte die geplante Online-Gl\u00fcckspiel-Markt\u00f6ffnung zwar grunds\u00e4tzlich, sieht jedoch Nachbesserungsbedarf in mehreren Punkten.<\/p>\n\n\n\n

Mit der Reform soll das bisherige Online-Monopol der Casinos Austria beendet und ab Oktober 2027 ein Mehrlizenzsystem eingef\u00fchrt werden. Racek kritisiert insbesondere den vorgesehenen Zeitplan. Nach ihrer Auffassung w\u00fcrden dadurch Anbieter, die bislang ohne \u00f6sterreichische Lizenz t\u00e4tig waren, zeitgleich mit Unternehmen in den Markt eintreten k\u00f6nnen, die sich bisher an die geltenden Regelungen gehalten haben.<\/p>\n\n\n\n

Dar\u00fcber hinaus spricht sich die Branche f\u00fcr eine \u00dcberarbeitung der vorgesehenen Einzahlungslimits aus. Der Entwurf sieht ein monatliches Limit von 1.680 \u20ac vor. Nach Ansicht der WKO k\u00f6nnten pauschale Limits dazu f\u00fchren, dass Spieler nach Erreichen der Grenze auf unregulierte Angebote auf dem Schwarzmarkt ausweichen. Stattdessen fordert die Branche st\u00e4rker risikobasierte Ma\u00dfnahmen im Bereich des Spielerschutzes.<\/p>\n\n\n\n

Reform befindet sich in der Schlussphase<\/h2>\n\n\n\n

Die Gl\u00fccksspielreform befindet sich derzeit in der finalen Phase des Gesetzgebungsverfahrens. Zu den wichtigsten \u00c4nderungen z\u00e4hlen die Liberalisierung des Online-Gl\u00fccksspielmarktes, neue Vorgaben f\u00fcr den terrestrischen Automatensektor sowie versch\u00e4rfte Ma\u00dfnahmen im Bereich des Spielerschutzes.<\/p>\n\n\n\n

W\u00e4hrend Bef\u00fcrworter die Reform als Modernisierung des \u00f6sterreichischen Gl\u00fccksspielrechts betrachten, fordern L\u00e4nder und Branchenvertreter Nachbesserungen, um wirtschaftliche Auswirkungen auf legale Anbieter zu begrenzen und eine Abwanderung von Spielern in den Schwarzmarkt zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n

Quellen<\/h2>\n\n\n\n