{"id":106311,"date":"2026-08-13T09:48:21","date_gmt":"2026-08-13T07:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/106311\/automatisch-gespeicherter-entwurf"},"modified":"2026-08-13T09:48:21","modified_gmt":"2026-08-13T07:48:21","slug":"new-yorker-stadtrat-untersucht-prognosemaerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/106311\/new-yorker-stadtrat-untersucht-prognosemaerkte","title":{"rendered":"New Yorker Stadtrat untersucht Prognosem\u00e4rkte wegen mutma\u00dflicher irref\u00fchrender Werbung"},"content":{"rendered":"\n
Polymarket, Kalshi, Coinbase und Gemini Titan wurden aufgefordert, Einzelheiten zu ihren Nutzern, ihren Werbepraktiken und ihrem Influencer-Marketing offenzulegen.<\/em><\/p>\n\n\n\n Der New Yorker Stadtrat hat eine Untersuchung gegen vier gro\u00dfe Prognosemarkt-Plattformen wegen ihrer Werbepraktiken und der m\u00f6glichen gezielten Ansprache von Minderj\u00e4hrigen eingeleitet und damit den anhaltenden Kampf New Yorks gegen diese Branche um eine weitere Front erweitert.<\/p>\n\n\n\n Die Stadtratsvorsitzende Julie Menin sandte am 11. August Schreiben an Polymarket, Kalshi, Coinbase und Gemini Titan, in denen sie Fragen dazu stellte, wie diese Unternehmen die Verbraucherschutzgesetze der Stadt einhalten und ob ihre derzeitigen Ma\u00dfnahmen die Einwohner ausreichend vor irref\u00fchrendem Marketing sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n In einem Schreiben an Polymarket, das dem \u201eWall Street Journal\u201c vorliegt, bat Menin um Einzelheiten zu den Werbevideos des Unternehmens und m\u00f6glichen Scheingesch\u00e4ften. Die Stadtratsvorsitzende verwies auf Berichte, wonach das Unternehmen mit Marketingagenturen und Influencern zusammengearbeitet habe, um junge Erwachsene \u2013 darunter m\u00f6glicherweise auch Minderj\u00e4hrige \u2013 durch irref\u00fchrende Werbung anzusprechen.<\/p>\n\n\n\n Beunruhigende Medienberichte behaupten, dass Polymarket sich mit Marketingagenturen und Social-Media-Influencern verschworen habe, um junge Erwachsene \u2013 und damit m\u00f6glicherweise auch Minderj\u00e4hrige \u2013 mit falscher, irref\u00fchrender und unzumutbarer Werbung anzusprechen, schrieb Menin.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n Polymarket und Kalshi erkl\u00e4rten gegen\u00fcber dem \u201eJournal\u201c, dass sie sich auf die Zusammenarbeit mit dem Rat freuen. Coinbase teilte mit, dass das Unternehmen \u201edie geltenden Gesetze vollst\u00e4ndig einh\u00e4lt\u201c, w\u00e4hrend Gemini Titan sich zun\u00e4chst nicht dazu \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n\n\n\n Menin r\u00e4umte den Unternehmen eine Frist von 14 Tagen zur Stellungnahme ein.<\/p>\n\n\n\n Menins Schreiben enthalten mehr als 60 Fragen zum Betrieb und zu den Marketingpraktiken der Plattformen in New York.<\/p>\n\n\n\n Der Stadtrat fordert Informationen, die bis zum 1. Januar 2025 zur\u00fcckreichen, darunter die Anzahl der Nutzer in New York, Alters- und demografische Daten der Kunden sowie Angaben dazu, wie viel Einwohner von New York City auf den Plattformen gewonnen oder verloren haben.<\/p>\n\n\n\n In den Schreiben werden zudem Einzelheiten dazu angefordert, wie die Plattformen bei New Yorkern werben. Zu den angeforderten Informationen geh\u00f6ren die H\u00f6he der Zahlungen an Social-Media-Influencer sowie Angaben dazu, wie effektiv ihr Marketing bei der Gewinnung j\u00fcngerer Nutzer war.<\/p>\n\n\n\n Zwar ist der Stadtrat nicht befugt, Strafanzeigen gegen die Unternehmen zu erstatten, doch kann er Vorladungen erlassen und sie zur Vorlage von Unterlagen verpflichten.<\/p>\n\n\n\n Menin erkl\u00e4rte, der Stadtrat erw\u00e4ge die Verabschiedung von Gesetzen, die \u201everst\u00e4rkte Durchsetzungsma\u00dfnahmen, Aufkl\u00e4rungskampagnen, Gesundheitsma\u00dfnahmen und\/oder die Aufstockung oder Umwidmung \u00f6ffentlicher Mittel\u201c im Zusammenhang mit Prognosem\u00e4rkten vorsehen.<\/p>\n\n\n\n Der Stadtrat beabsichtigt zudem, \u00f6ffentliche Anh\u00f6rungen zu dieser Branche abzuhalten.<\/p>\n\n\n\n Die Untersuchung des Stadtrats erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich der separate Rechtsstreit des Bundesstaates mit den Prognosem\u00e4rkten weiterentwickelt.<\/p>\n\n\n\n Die New Yorker Generalstaatsanw\u00e4ltin Letitia James reichte am 31. Juli Klage gegen Kalshi ein. James wirft der Plattform vor, im Bundesstaat ein illegales und nicht lizenziertes Gl\u00fccksspielgesch\u00e4ft zu betreiben.<\/p>\n\n\n\n Wie bereits bei rechtlichen Auseinandersetzungen in mehreren Bundesstaaten macht Kalshi geltend, dass es sich bei seinen Ereignisvertr\u00e4gen um auf Bundesebene regulierte Derivate im Sinne des Commodity Exchange Act handele. Das Unternehmen argumentiert, dass die Bundesstaaten den Handel nicht regulieren oder verbieten k\u00f6nnen, da die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die \u201eausschlie\u00dfliche Zust\u00e4ndigkeit\u201c f\u00fcr Ereignisvertr\u00e4ge habe.<\/p>\n\n\n\n Der Streit eskalierte am selben Tag, an dem die Untersuchung des Stadtrats eingeleitet wurde. Die CFTC machte von ihren Notfallbefugnissen Gebrauch und wies Kalshi an, den Betrieb gem\u00e4\u00df den Bundesvorschriften fortzusetzen, trotz der Bem\u00fchungen New Yorks, das Unternehmen zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n Unabh\u00e4ngig von der Klage von James haben Kalshi und die CFTC vor einem Bundesgericht Klage gegen New York eingereicht.<\/p>\n\n\n\n Die Untersuchung des Stadtrats unterscheidet sich von diesen Streitigkeiten dadurch, dass sie sich in erster Linie auf Verbraucherschutz und Werbung konzentriert und nicht darauf, ob Prognosem\u00e4rkte Gl\u00fccksspiel darstellen oder ausschlie\u00dflich unter die Zust\u00e4ndigkeit des Bundes fallen.<\/p>\n\n\n\n Hinweis:<\/strong> In Deutschland stuft die Gemeinsame Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde der L\u00e4nder (GGL) sogenannte Gesellschaftswetten, wie sie etwa auf Polymarket angeboten werden, als nicht erlaubnisf\u00e4hig ein. Dieser Beitrag dient ausschlie\u00dflich Informationszwecken.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Polymarket, Kalshi, Coinbase und Gemini Titan wurden aufgefordert, Einzelheiten zu ihren Nutzern, ihren Werbepraktiken und ihrem Influencer-Marketing offenzulegen. Der New Yorker Stadtrat hat eine Untersuchung gegen vier gro\u00dfe Prognosemarkt-Plattformen wegen ihrer Werbepraktiken und der m\u00f6glichen gezielten Ansprache von Minderj\u00e4hrigen eingeleitet und damit den anhaltenden Kampf New Yorks gegen diese Branche um eine weitere Front erweitert. 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Rat fordert Nutzer-, Umsatz- und Marketingdaten an<\/h2>\n\n\n\n
New York: Die \u00dcberpr\u00fcfung der Prognosem\u00e4rkte wird ausgeweitet<\/h2>\n\n\n\n