{"id":108538,"date":"2026-10-01T14:30:00","date_gmt":"2026-10-01T12:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/108538\/kalshi-geschaefte-cftc-kinzinger"},"modified":"2026-10-01T14:30:00","modified_gmt":"2026-10-01T12:30:00","slug":"kalshi-geschaefte-cftc-kinzinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/108538\/kalshi-geschaefte-cftc-kinzinger","title":{"rendered":"Kinzinger-Fall stellt Kalshis Schutzregeln auf den Pr\u00fcfstand"},"content":{"rendered":"
Adam Kinzinger erhielt Anfang 2025 eine Begnadigung von Joe Biden. Die CFTC untersucht nun Kalshi-Gesch\u00e4fte zu diesem Thema; die Pr\u00fcfung ist kein Beleg f\u00fcr einen Rechtsversto\u00df.<\/em><\/p>\n Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat eine Untersuchung gegen den ehemaligen republikanischen Abgeordneten Adam Kinzinger aus Illinois eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen Kalshi-Gesch\u00e4fte eines Kontos, das mutma\u00dflich mit Kinzinger verkn\u00fcpft war und zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 Kontrakte dazu handelte, ob er eine Begnadigung erhalten w\u00fcrde.<\/p>\n Der Fall betrifft personenbezogene politische Kontrakte und die Frage, welche Compliance-Risiken entstehen, wenn ein Marktteilnehmer selbst Gegenstand eines Ereignisses ist. Die CFTC-Pr\u00fcfkriterien f\u00fcr personenbezogene Mention-Kontrakte<\/a> geben einen branchenrelevanten Rahmen f\u00fcr solche Risiken, ohne dass daraus bereits eine Bewertung des konkreten Kinzinger-Falls folgt.<\/p>\n Politico berichtete unter Berufung auf drei Personen mit Kenntnis der Angelegenheit \u00fcber die Untersuchung. Eine Kalshi-Quelle erkl\u00e4rte gegen\u00fcber The Hill, das Unternehmen habe das Konto und die betreffenden Trades der CFTC gemeldet. Die Quelle bezeichnete die Untersuchung als \u201every routine\u201c.<\/p>\n Nach Darstellung derselben Quelle versuchte Kalshi mehrfach, Kinzinger telefonisch und per E-Mail zu erreichen, um ihn \u00fcber die Untersuchung und die sp\u00e4tere Meldung an die CFTC zu informieren. Kinzinger sagte dagegen gegen\u00fcber Politico, weder die Beh\u00f6rde noch das Unternehmen h\u00e4tten ihn wegen der Untersuchung kontaktiert. Damit stehen bislang unterschiedliche Angaben zum Austausch zwischen dem H\u00e4ndler und den beteiligten Stellen nebeneinander.<\/p>\n Screenshots, die Decrypt vorlagen, zeigten nach dem Bericht rund 25 Trades und einen Betrag von 823 US-Dollar. Kinzinger habe dabei \u00fcberwiegend Geld verloren. Die Angabe beschreibt die in den Screenshots sichtbaren Gesch\u00e4fte und wird nicht als pr\u00e4ziser Nettogewinn ausgewiesen.<\/p>\n Kalshi lehnte eine Stellungnahme mit Verweis auf die laufende Untersuchung ab. Die CFTC reagierte nicht unmittelbar auf eine Bitte von The Hill um Kommentar. Aus dem bekannten Sachstand geht weder hervor, ob die Beh\u00f6rde weitere Schritte plant, noch wann die Pr\u00fcfung abgeschlossen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n In einer Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber Politico sagte Kinzinger, er sei zum Zeitpunkt der Trades bereits seit zwei Jahren nicht mehr im Amt gewesen und habe keine Insiderinformationen gehabt. Zudem habe er nach eigener Darstellung die Regeln von Kalshi vor den Wetten gelesen. Als allgemeine Verbote habe er verstanden, dass Nutzer nicht f\u00fcr eine zust\u00e4ndige Quelle arbeiten, den Ausgang nicht beeinflussen und keine nicht \u00f6ffentlichen Informationen \u00fcber das Ereignis besitzen d\u00fcrften.<\/p>\n \u201ehad been out of office for two years, and had no inside information.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n Kinzinger erkl\u00e4rte au\u00dferdem, er habe sich sicher gef\u00fchlt, weil er mit niemandem \u00fcber die Begnadigungen gesprochen habe, insbesondere nicht mit Personen im Umfeld des Wei\u00dfen Hauses. Diese Darstellung ist seine eigene Einordnung der Gesch\u00e4fte und der Kalshi-Regeln, keine unabh\u00e4ngige Feststellung zum Sachverhalt.<\/p>\n \u201eI felt confident in this because I had never had a conversation with anyone about [the pardons], much less anyone anywhere near the White House.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n Die Zitate stammen aus Kinzingers Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber Politico. Er sagte dort auch, von der CFTC und Kalshi nichts \u00fcber die Untersuchung erfahren zu haben. Die widerspr\u00fcchlichen Angaben zum Kontakt sind damit ein eigenst\u00e4ndiger Teil des bekannten Sachstands, l\u00f6sen aber die zentrale Frage nach der Zul\u00e4ssigkeit der Trades nicht auf.<\/p>\n Biden begnadigte Kinzinger Anfang 2025 gemeinsam mit Mitgliedern des Ausschusses des Repr\u00e4sentantenhauses, der den Angriff auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 untersucht hatte. Biden erkl\u00e4rte damals, die Begnadigungen sollten die \u00f6ffentlichen Bediensteten sch\u00fctzen, die Angriffen durch Pr\u00e4sident Donald Trump ausgesetzt gewesen seien. Kinzinger hatte den Kongress 2022 verlassen und war einer von zehn republikanischen Abgeordneten gewesen, die f\u00fcr ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wegen dessen Rolle im Zusammenhang mit dem Angriff stimmten.<\/p>\n Der Fall steht neben weiteren Compliance-Pr\u00fcfungen bei Kalshi. Das Unternehmen arbeitete nach dem Bericht bereits bei Untersuchungen zu m\u00f6glichem Insiderhandel mit der CFTC zusammen und meldete auff\u00e4llige Trades eines langj\u00e4hrigen Teleprompter-Bedieners des Pr\u00e4sidenten. Der CFTC-Fall zum Teleprompter-Mitarbeiter<\/a> zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Plattform und Aufsicht auch bei politisch sensiblen M\u00e4rkten eine Rolle spielt.<\/p>\n Kalshi f\u00fchrte im M\u00e4rz neue Schutzma\u00dfnahmen ein, die Politikern, Sportlern und anderen relevanten Personen den Handel in bestimmten M\u00e4rkten untersagen. F\u00fcr einige M\u00e4rkte m\u00fcssen Nutzer au\u00dferdem Angaben zu ihrem Arbeitgeber machen. Die Sanktionen gegen politische Kandidaten<\/a> sind ein weiterer Hinweis darauf, wie Kalshi seine Regeln f\u00fcr politische Akteure durchsetzt.<\/p>\n F\u00fcr die CFTC steht zun\u00e4chst die Pr\u00fcfung der konkreten Kontoverkn\u00fcpfung, der gehandelten Kontrakte und der verf\u00fcgbaren Informationen im Raum. Solange die Untersuchung l\u00e4uft und keine beh\u00f6rdliche Bewertung vorliegt, l\u00e4sst sich aus den Gesch\u00e4ften weder ein Insiderhandel noch ein anderer Versto\u00df ableiten. Der Fall macht jedoch sichtbar, wie eng bei personenbezogenen Prognosem\u00e4rkten Plattformregeln, Meldewege und beh\u00f6rdliche Aufsicht zusammenwirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Die CFTC pr\u00fcft Kalshi-Gesch\u00e4fte rund um Kinzingers Begnadigung; die Untersuchung belegt weder Insiderhandel noch einen Regelversto\u00df.<\/p>\n","protected":false},"author":227,"featured_media":108537,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":"","_gi_hotjar_enabled":false},"gi_category":[],"gi_region":[],"class_list":["post-108538","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"\n
Kalshi meldete das Konto der CFTC<\/h2>\n
Kinzinger verweist auf fehlende Insiderinformationen<\/h2>\n
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Begnadigung und Kalshis Schutzma\u00dfnahmen<\/h2>\n
