{"id":108757,"date":"2026-10-03T07:13:36","date_gmt":"2026-10-03T05:13:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/108757\/kalshi-sportvertraege-ohio-urteil"},"modified":"2026-10-03T07:13:36","modified_gmt":"2026-10-03T05:13:36","slug":"kalshi-sportvertraege-ohio-urteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/108757\/kalshi-sportvertraege-ohio-urteil","title":{"rendered":"Urteil erlaubt Ohio vorerst Vorgehen gegen Kalshis Sportvertr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"
Ein Berufungsurteil l\u00e4sst Ohio vorerst Spielraum, seine Gl\u00fccksspiel- und Sportwettenregeln auf Kalshis Sportvertr\u00e4ge anzuwenden. \u00dcber die endg\u00fcltige Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der einzelnen Kontrakte ist damit jedoch noch nicht entschieden.<\/em><\/p>\n Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, stuft die sportbezogenen Vertr\u00e4ge des Prognosemarktbetreibers Kalshi als illegales Gl\u00fccksspiel ein und k\u00fcndigte an, das einzelstaatliche Recht gegen das Unternehmen durchzusetzen. Der Sixth Circuit wies Kalshis Antrag auf eine einstweilige Verf\u00fcgung zur\u00fcck und lie\u00df damit weitere Ma\u00dfnahmen Ohios w\u00e4hrend des laufenden Rechtsstreits zu. Die Entscheidung betrifft den Zust\u00e4ndigkeitskonflikt zwischen Bundes- und Landesrecht, der auch in anderen Verfahren um Kalshis Sportkontrakte<\/a> im Mittelpunkt steht.<\/p>\n Laut dem Statehouse News Bureau erkl\u00e4rte DeWine, er begr\u00fc\u00dfe die Entscheidung des US-Berufungsgerichts f\u00fcr den Sixth Circuit. Das Gericht best\u00e4tigte demnach, dass Ohio seine Sportwettenregeln auf Kalshis Sportereignisvertr\u00e4ge anwenden kann, und lehnte es ab, die Durchsetzung durch den Bundesstaat vorl\u00e4ufig zu blockieren.<\/p>\n Kalshi hatte geltend gemacht, seine Vertr\u00e4ge fielen als \u201eswaps\u201c in die ausschlie\u00dfliche Zust\u00e4ndigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Der Sixth Circuit befand, das Unternehmen habe nicht ausreichend gezeigt, dass seine Sportkontrakte diese Voraussetzung erf\u00fcllen. Zudem w\u00fcrde Bundesrecht nach der Entscheidung die Gl\u00fccksspielgesetze Ohios selbst dann nicht verdr\u00e4ngen, wenn die Vertr\u00e4ge als \u201eswaps\u201c einzuordnen w\u00e4ren.<\/p>\n Die Zur\u00fcckweisung des Eilantrags ist keine abschlie\u00dfende Entscheidung \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit jedes einzelnen Kalshi-Vertrags. Sie bedeutet zun\u00e4chst, dass Ohio w\u00e4hrend des weiteren Verfahrens nicht durch die beantragte einstweilige Verf\u00fcgung an der Durchsetzung seiner Regeln gehindert wird.<\/p>\n Kalshi nahm 2025 Sportereignisvertr\u00e4ge in sein Angebot auf. Die Ohio Casino Control Commission wertete das Angebot als Betrieb eines nicht lizenzierten Sportwettenanbieters und forderte das Unternehmen auf, den Dienst einzustellen oder eine Lizenz zu beantragen und die in Ohio geltende Sportwettensteuer zu entrichten.<\/p>\n Im Oktober 2025 verklagte Kalshi die Kommission und staatliche Amtstr\u00e4ger. Das Unternehmen argumentierte, die Vertr\u00e4ge w\u00fcrden bundesrechtlich reguliert und seien deshalb nicht den einzelstaatlichen Gl\u00fccksspielgesetzen unterworfen. Der Rechtsstreit dauert an; die Zur\u00fcckweisung des Eilantrags kl\u00e4rt diese grunds\u00e4tzliche Auseinandersetzung nicht abschlie\u00dfend.<\/p>\n DeWine stellte die Angebote als Versuch dar, die Lizenz-, Steuer- und Aufsichtspflichten zu umgehen, die f\u00fcr regulierte Sportwettenanbieter gelten. Diese Einordnung ist die Position des Gouverneurs und nicht gleichbedeutend mit einem endg\u00fcltigen Urteil \u00fcber s\u00e4mtliche Produkte oder Vertr\u00e4ge von Kalshi.<\/p>\n Die Kommission hatte zudem eine multimillionenschwere zivilrechtliche Strafe gegen Kalshi wegen nicht lizenzierten Sportspiels verfolgt. Die im verf\u00fcgbaren Prim\u00e4rbericht genannte Summe bleibt unbeziffert; eine konkrete H\u00f6he l\u00e4sst sich daraus nicht ableiten.<\/p>\n Kalshis Klageposition beruht auf der Auffassung, dass die Sportereignisvertr\u00e4ge bundesrechtlich regulierte Produkte und keine nach Ohios Gl\u00fccksspielrecht zu behandelnden Wetten seien. Der Sixth Circuit stellte dagegen f\u00fcr den Antrag auf einstweilige Verf\u00fcgung fest, dass Kalshi die beanspruchte ausschlie\u00dfliche CFTC-Zust\u00e4ndigkeit nicht ausreichend belegt habe und dass Bundesrecht Ohios Gl\u00fccksspielgesetze nicht verdr\u00e4nge.<\/p>\n Damit stehen zwei unterschiedliche Regulierungsans\u00e4tze gegen\u00fcber: Kalshi beruft sich auf die bundesrechtliche Aufsicht \u00fcber bestimmte Kontrakte, w\u00e4hrend Ohio die Angebote an den Vorgaben f\u00fcr staatlich lizenzierte Sportwetten misst. Der Streit dar\u00fcber, welche Prognosemarkt-Kontrakte der CFTC zugeordnet werden k\u00f6nnen, ist auch f\u00fcr die Abgrenzung der CFTC-Zust\u00e4ndigkeit<\/a> relevant.<\/p>\n
Berufungsurteil l\u00e4sst Ohio Handlungsspielraum<\/h2>\n
Ohio beanstandet fehlende Lizenz und Steuerzahlung<\/h2>\n
Streit um Bundes- und Landesaufsicht bleibt offen<\/h2>\n