{"id":109501,"date":"2026-10-09T07:14:26","date_gmt":"2026-10-09T05:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/109501\/sportereignis-kontrakte-zustaendigkeit"},"modified":"2026-10-09T07:14:26","modified_gmt":"2026-10-09T05:14:26","slug":"sportereignis-kontrakte-zustaendigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamblinginsider.com\/de\/news\/109501\/sportereignis-kontrakte-zustaendigkeit","title":{"rendered":"Bund oder Bundesstaaten? Streit um Sportkontrakte vor Supreme Court"},"content":{"rendered":"
Eine Entscheidung k\u00f6nnte die Aufsicht \u00fcber Sportereignis-Kontrakte zwischen den Bundesstaaten und der CFTC neu ordnen. Die NFL argumentiert, dass staatliche Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rden angesichts der bestehenden Marktstruktur besser f\u00fcr den Schutz von Verbrauchern und Spielintegrit\u00e4t aufgestellt seien.<\/em><\/p>\n Die NFL hat sich in einem am Donnerstag, 8. Oktober, eingereichten Amicus-Schriftsatz hinter New Jerseys Antrag an den US Supreme Court gestellt, die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Prognosem\u00e4rkte zu kl\u00e4ren. Auf diesen Plattformen k\u00f6nnen Nutzer auf den Ausgang k\u00fcnftiger Ereignisse handeln oder wetten. Die CFTC beansprucht die ausschlie\u00dfliche Bundeszust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Kontrakte; mehrere Bundesstaaten ordnen die meist bin\u00e4ren Ja-oder-Nein-Fragen dagegen dem Gl\u00fccksspielrecht zu. Im Zentrum steht damit die Frage, ob die staatliche Aufsicht f\u00fcr Sportereignis-Kontrakte neben der Bundesregulierung Bestand hat. Die Zust\u00e4ndigkeit der CFTC f\u00fcr Sportereignis-Kontrakte<\/a> ist zugleich ein zentraler Streitpunkt im Verfahren.<\/p>\n New Jersey ersucht den Supreme Court um eine Entscheidung dar\u00fcber, ob die Regulierung dieser M\u00e4rkte dem Bund oder den Bundesstaaten zusteht. Ohio reichte am Mittwoch, 7. Oktober, ebenfalls einen Schriftsatz ein, der New Jerseys Position unterst\u00fctzt. Nach Angaben im von WMUR ver\u00f6ffentlichten Bericht wurde dieser Vorsto\u00df von 38 Bundesstaaten getragen, darunter Bundesstaaten mit republikanischen und demokratischen Generalstaatsanw\u00e4lten.<\/p>\n Rund 20 Bundesstaaten sind in Rechtsstreitigkeiten \u00fcber Prognosem\u00e4rkte involviert. Dabei stehen unterschiedliche Urteile auf Ebene der Berufungsgerichte gegeneinander: Der Sixth und der Ninth Circuit haben zugunsten von Bundesstaaten entschieden, die solche M\u00e4rkte regulieren wollen. Der Third Circuit stellte sich in einer Entscheidung fr\u00fcher im Jahr auf die Seite von Kalshi.<\/p>\n Diese gegens\u00e4tzlichen Rechtsauffassungen erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Supreme Court mit dem Streit befasst. F\u00fcr Kalshi und andere Betreiber ist die Frage unmittelbar gesch\u00e4ftsrelevant: Eine bundesweite Zust\u00e4ndigkeit k\u00f6nnte die Aufsicht st\u00e4rker zentralisieren, w\u00e4hrend staatliche Gl\u00fccksspielregeln je nach Markt und Standort unterschiedliche Anforderungen mit sich bringen. Die Regulierung von Kalshis Sportkontrakten durch Bundesstaaten<\/a> bildet einen wesentlichen Teil dieses Konflikts.<\/p>\n Die NFL argumentiert, Betreiber nutzten die L\u00fccke zwischen staatlicher und bundesstaatlicher Regulierung aus. Dadurch seien sowohl Verbraucher als auch die Integrit\u00e4t von Sportereignissen gef\u00e4hrdet. Die Liga verweist auf die Gr\u00f6\u00dfenordnung der M\u00e4rkte: Am ersten Sonntag der laufenden Saison entfielen laut ihrem Schriftsatz 1,8 Mrd. US-Dollar des gesamten Handelsvolumens von 3,3 Mrd. US-Dollar auf Kontrakte mit NFL-Bezug.<\/p>\n Zugleich stellt die Liga die Kapazit\u00e4t der CFTC infrage, diese M\u00e4rkte neben ihrem breiteren Zust\u00e4ndigkeitsbereich f\u00fcr Derivate ausreichend zu \u00fcberwachen. Nach den Angaben im NFL-Schriftsatz verf\u00fcgte die Beh\u00f6rde \u00fcber 543 Besch\u00e4ftigte. Die NFL h\u00e4lt eine angemessene personelle Ausstattung f\u00fcr entscheidend, damit Regulierung auch in der Praxis Verbraucher sch\u00fctzt und Risiken f\u00fcr den Spielbetrieb begrenzt.<\/p>\n Konkret dr\u00e4ngt die Liga auf eine Liste verbotener M\u00e4rkte oder Wettarten, die besondere Integrit\u00e4tsrisiken bergen. Au\u00dferdem fordert sie ein Mindestalter von 21 Jahren f\u00fcr den Handel auf Prognosem\u00e4rkten, w\u00e4hrend die im Bericht genannte Altersgrenze derzeit bei 18 Jahren liegt. Diese Forderungen kn\u00fcpfen an Schutzmechanismen an, die die NFL im traditionellen Sportwettenbereich mit staatlichen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rden verbindet. Auch die Frage, welche Ereigniskontrakte Prognosemarkt-B\u00f6rsen anbieten d\u00fcrfen<\/a>, ist f\u00fcr die Abgrenzung der Marktaufsicht relevant.<\/p>\n \u201eAbsent the clarity that only this Court can provide, (prediction market) operators will continue exploiting the gap between state and federal regulation, endangering consumers and the integrity of sports events across the country,\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n So formulierten die Anw\u00e4lte der NFL ihre zentrale Warnung in dem Schriftsatz. Die Liga h\u00e4lt den Ansatz des Sixth und Ninth Circuit, der den Bundesstaaten eine Regulierung erm\u00f6glicht, angesichts der gegenw\u00e4rtigen Marktbedingungen f\u00fcr richtig.<\/p>\n Kalshi-Sprecherin Elisabeth Diana erkl\u00e4rte, Marktintegrit\u00e4t habe f\u00fcr das Unternehmen h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Als Beleg verwies sie auf Partnerschaften mit der NHL, der Major League Baseball und weiteren Sportorganisationen. Zugleich widersprach sie der Darstellung der NFL, die CFTC kontrolliere sportbezogene M\u00e4rkte nicht ausreichend: \u201eContrary to the NFL’s statements, the CFTC is actively policing sports-related markets, which are now listed on nearly every U.S. commodities exchange,\u201c sagte Diana.<\/p>\n Diana verwies au\u00dferdem auf laufende Regelsetzungsarbeiten der CFTC und das bestehende bundesweite Durchsetzungssystem. Kalshi habe versucht, mit der NFL bei Fragen der Marktintegrit\u00e4t zusammenzuarbeiten, bislang aber keine Antwort erhalten, sagte sie. Diese Aussage steht im Gegensatz zur Forderung der NFL nach zus\u00e4tzlichen und konkreteren Schutzvorkehrungen.<\/p>\n Ein Sprecher von Polymarket erkl\u00e4rte, das Unternehmen teile das Engagement der NFL f\u00fcr die Integrit\u00e4t des Sports und arbeite an einem harmonisierten bundesweiten Rahmen. Dieser sei aus Sicht des Betreibers konsistenter als ein Flickenteppich einzelstaatlicher Gesetze. Damit verl\u00e4uft die Auseinandersetzung nicht nur entlang der Frage, wer rechtlich zust\u00e4ndig ist, sondern auch entlang zweier unterschiedlicher Modelle f\u00fcr die Aufsicht \u00fcber national angebotene Kontrakte.<\/p>\n Die CFTC beansprucht die ausschlie\u00dfliche Bundeszust\u00e4ndigkeit, w\u00e4hrend Bundesstaaten die Kontrakte als Gl\u00fccksspielprodukte und damit als Gegenstand ihrer eigenen Aufsicht betrachten. Die NFL wiederum verweist darauf, dass sie im traditionellen Sportwettenbereich mit staatlichen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rden zusammenarbeitet und dort Integrit\u00e4tsschutz unterst\u00fctzt. Ob vergleichbare Kontrollen f\u00fcr Prognosem\u00e4rkte gelten sollen und wer sie durchsetzt, bleibt der Kern des Rechtsstreits.<\/p>\n Ein konkreter Termin f\u00fcr eine Entscheidung, eine Anh\u00f6rung oder eine m\u00fcndliche Verhandlung des Supreme Court ist im Bericht nicht genannt. Die gegens\u00e4tzlichen Berufungsurteile und die Beteiligung zahlreicher Bundesstaaten bilden den unmittelbaren Hintergrund f\u00fcr New Jerseys Antrag. Eine Kl\u00e4rung w\u00fcrde nicht nur den beteiligten Parteien, sondern auch anderen Betreibern und Regulierern die Zust\u00e4ndigkeitsgrenzen f\u00fcr Sportereignis-Kontrakte neu abstecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Die NFL unterst\u00fctzt New Jerseys Antrag: Der Supreme Court soll kl\u00e4ren, ob Sportereignis-Kontrakte dem Bund oder den Bundesstaaten unterliegen.<\/p>\n","protected":false},"author":226,"featured_media":109500,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":"","_gi_hotjar_enabled":false},"gi_category":[],"gi_region":[],"class_list":["post-109501","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"\n
Widerspr\u00fcchliche Berufungsurteile erh\u00f6hen den Druck<\/h2>\n
NFL warnt vor Risiken f\u00fcr Verbraucher und Spielintegrit\u00e4t<\/h2>\n

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Kalshi und Polymarket setzen auf bundesweite Regeln<\/h2>\n