Chumba-Casino-Umsatz übersteigt 5 Mrd. AU$, VGW erreicht vor Privatisierung 7,3 Mrd. AU$

Aus neuen Unterlagen geht hervor, dass Chumba Casino einen Umsatz von mehr als 5 Mrd. AU$ erzielte, während die Muttergesellschaft VGW vor ihrer Privatisierung 2025 erneut ein Jahr mit explosivem Wachstum verzeichnete.

Chumba-Casino-Umsatz übersteigt 5 Mrd. AU$, VGW erreicht vor Privatisierung 7,3 Mrd. AU$
KI-generiertes Bild

Chumba Casino, eines der beliebtesten Gewinnspiel-Casinos in den USA, erzielte im Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2025 endete, einen Umsatz von 5,2 Mrd. AU$ (3,7 Mrd. $). Dies geht aus dem Jahresabschluss hervor, der am 22. Mai bei der australischen Finanzaufsichtsbehörde eingereicht und von australischen Medien zitiert wurde.

Die Ergebnisse wurden bekannt gegeben, bevor Gründer Laurence Escalante das Unternehmen erfolgreich zu einer Bewertung von angeblich 3,2 Mrd. AU$ (2,3 Mrd. $) von der Börse nahm.

Die Höhe der Zahlen unterstreicht einmal mehr die enorme Größe des auf die USA ausgerichteten Sweepstakes-Casino-Marktes, auch wenn die Betreiber in mehreren Bundesstaaten zunehmender Kontrolle und gesetzlichen Verboten ausgesetzt sind.

Chumba treibt das Wachstum von VGW weiter voran

Der Umsatz von Chumba Casino wuchs schneller als der von VGW. Das Ergebnis von 5,2 Mrd. AU$ 2025 entspricht einem Anstieg von rund 25 % gegenüber den 4,16 Mrd. AU$ (2,98 Mrd. $), die im Geschäftsjahr 2024 ausgewiesen wurden.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass VGW, das auch LuckyLand Slots, LuckyLand Casino, Global Poker, United Slots und Monopoly Match betreibt, einen Umsatz von 7,3 Mrd. AU$ (5,2 Mrd. $) erzielte, was einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn stieg unterdessen um 33,5 % von 491,6 Mio. AU$ auf 656 Mio. AU$ (470 Mio. $).

VGW verfügte im Geschäftsjahr 2025 zudem über Barmittel in Höhe von rund 1 Mrd. AU$, verglichen mit 548,5 Mio. AU$ im Juni 2024.

Privatisierung und regulatorischer Druck

Escalante wandte sich im November 2024 erstmals an den Vorstand von VGW, um eine Übernahme zu erörtern. Sein ursprüngliches Angebot wurde abgelehnt, woraufhin er ein höheres Angebot unterbreitete. Im August 2025 stimmten die Aktionäre mit überwältigender Mehrheit für sein Angebot, die 30 % der Aktien zu erwerben, die sich noch nicht in seinem Besitz befanden. Damit erlangte Escalante die vollständige Kontrolle über das Unternehmen.

Escalante argumentierte, die Privatisierung würde VGW besser in die Lage versetzen, den zunehmenden regulatorischen und wettbewerblichen Druck zu bewältigen, insbesondere in den USA.

Auch im Jahresbericht 2024 von VGW wurde das wachsende regulatorische Risiko im Zusammenhang mit den US-Aktivitäten offen anerkannt.

Das Unternehmen erklärte: „In dem Maße, in dem die Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten oder Kanada von den Regulierungsbehörden beeinträchtigt oder in Frage gestellt wird, können das Kerngeschäft und die Betriebsfähigkeit von VGW erheblich beeinträchtigt werden.“

Zu den Argumenten für eine Privatisierung gehörte auch die Möglichkeit, Teile der Betriebs- und Steuerstruktur des Unternehmens umzugestalten. Dazu gehört die Verlegung des Firmensitzes von Australien nach Guernsey, einem steuerlich günstigeren Standort.

Trotz des anhaltenden finanziellen Wachstums des Unternehmens sah sich VGW jedoch in den gesamten USA zunehmendem Druck ausgesetzt. Im Laufe des vergangenen Jahres wuchs die Liste der für VGW nicht zugänglichen Bundesstaaten von vier auf elf an. Dazu gehören wichtige Märkte wie Kalifornien und New York. Im August 2025 zog sich VGW zudem aus Kanada zurück.

Zudem haben in diesem Jahr Indiana, Maine, Tennessee, Oklahoma und Louisiana Verbotsgesetze verabschiedet, wodurch VGW möglicherweise der Zugang zu 16 Bundesstaaten verwehrt bleibt – im Vergleich zu den vier Bundesstaaten, die in den Zahlen für 2025 enthalten waren.

Diese Herausforderungen treten auf, während Escalante Anfang des Jahres von seiner Rolle als CEO zurückgetreten ist, nachdem australische Behörden ihn wegen mehrfacher Fälle von häuslicher Gewalt und Drogenvergehen festgenommen und angeklagt hatten. Der ehemalige Chief Marketing Officer Mats Johnson übernahm die Rolle des amtierenden CEO.

Themen
FinanzenGlücksspiel
Bleiben Sie mit GI auf dem Laufenden
Folgen Sie Gambling Insider für unabhängige News, Analysen und Branchenexpertise.
Anja Sellman-Reiner
Casino & Poker Experte

Anja ist iGaming-Expertin und spezialisierte Content-Strategin mit Fokus auf die inhaltliche Qualität und strategische Ausrichtung digitaler Glücksspielangebote. Sie entwickelt, analysiert und optimiert Fach- und Marketingtexte für Online-Casinos und Sportwettenanbieter mit einem klaren Blick für regulatorische Anforderungen, Zielgruppenansprache und Conversion-Logik. Anjas Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Branchenexpertise, psychologischem Verständnis für Nutzerverhalten und präziser, performanceorientierter Kommunikation.

Profil ansehen

Gambling Insider liefert die neuesten Branchennachrichten, ausführliche Features und Bewertungen von Anbietern, denen Sie vertrauen können. Unser Team kombiniert strenge redaktionelle Standards mit jahrzehntelanger Fachkompetenz, um Genauigkeit und Fairness zu gewährleisten. Wir sind bestrebt, klare, unparteiische und zuverlässige Berichterstattung über den globalen Glücksspielsek

Mehr News