South Carolina und Sportwetten: Alles blockiert, nichts gelöst
415.000 South Carolinians haben bereits aktive Accounts bei Sportwetten-Anbietern. Viele fahren dafür einfach rüber nach North Carolina oder Tennessee. Der Staat schaut zu - und kassiert nichts. Genau das soll SB 444 ändern, ein Gesetzentwurf, der Online-Sportwetten im Palmetto State legalisieren würde. Mitte Februar gab es eine Anhörung im Senat. Ergebnis: kein Votum, aber eine Menge Diskussionsstoff.
Der Markt läuft längst – ohne South Carolina
Caesars-Mann Trevor Hayes legte dem Ausschuss Zahlen auf den Tisch, die kaum zu ignorieren sind: Allein während der NFL-Saison 2025 versuchten South Carolinians fast 12 Millionen Mal, sich bei legalen Wettplattformen einzuloggen. Über 50.000 fuhren laut GeoComply-Daten physisch über die Grenze, um zu wetten. North Carolina hat im ersten Jahr legaler Sportwetten 78 Millionen Dollar Steuereinnahmen eingestrichen – Geld, das zum großen Teil aus South Carolina kam.
Gouverneur zieht die Notbremse
SB 444 würde bis zu acht lizenzierte Anbieter zulassen, 12,5 Prozent Steuer auf den Bruttoumsatz erheben und das Mindestalter auf 18 setzen. Klingt machbar – wäre da nicht Gouverneur Henry McMaster, der seit Jahren klar macht: Er unterschreibt kein Glücksspiel-Gesetz. Punkt. Religiöse Gruppen wie die Palmetto Family Alliance stärken ihm dabei den Rücken und warnen vor Suchtrisiken, besonders bei jungen Männern.
Selbst wenn der Senat zustimmt und das Repräsentantenhaus mitzieht – McMaster sitzt am längeren Hebel. Und sein potenzieller Nachfolger, Generalstaatsanwalt Alan Wilson, ist genauso strikt dagegen. South Carolina bleibt vorerst einer von nur elf US-Staaten ohne legale Sportwetten.
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