Polizisten als Casino-Security: Fünfjahresvertrag in Nebraska
Das Grand Island Casino Resort in Nebraska setzt auf eine ungewöhnliche Sicherheitslösung: Stadtpolizisten arbeiten in ihrer Freizeit in Uniform im Casino - bezahlt vom Betreiber, nicht von der Stadt. Der Stadtrat hat dafür im Januar einen Fünfjahresvertrag genehmigt.
Abschreckung durch Präsenz
Polizeipräsident Kevin Denney setzt bewusst auf Sichtbarkeit. Wer eine Uniform sieht, verhält sich anders – das gilt auf der Straße genauso wie im Casino. Die Zahlen geben ihm recht: 2024 gab es rund 36 Prozent mehr Verkehrskontrollen als im Vorjahr, gleichzeitig sank die Unfallrate um über 12 Prozent. Denney führt das direkt auf die gestiegene Polizeipräsenz zurück.
Das Casino eröffnete im April 2025 und wandte sich bereits im Juli an die Polizeidirektion. Anfangs nur für größere Veranstaltungen, läuft das Modell inzwischen regulär an den Wochenenden.
Dienstaufsicht bleibt bei der Polizei
Die Beamten arbeiten freiwillig, werden nach ihrem Überstundensatz bezahlt und bleiben dabei ausschließlich der Polizeidirektion unterstellt – das Casino hat keine Weisungsbefugnis. Bei Festnahmen oder Gewaltanwendung kommt ein regulär im Dienst befindlicher Kollege hinzu.
Rund 25 der 93 aktiven Beamten nehmen das Angebot wahr. Für Casinochef Vince Fiala zählt vor allem der Faktor Zeit: Bei einem Vorfall ist sofort jemand vor Ort. Die Stadt trägt dabei keinerlei Kosten.
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