Aufruhr in Großbritannien: Entain CEO äußert sich zu geplanten Werbeverbot
Erst vor wenigen Tagen sorgte die britische Regierung erneut für Aufsehen in der Glücksspielbranche. Sie stellte einen Plan vor, um gegen in Großbritannien illegale Online Glücksspiel- und Sportwettenanbieter vorzugehen. Dieser enthielt ein brisantes Detail, das den britischen Fußball in Angst und Schrecken versetzte. Die Regierung von Premierminister Keir Starmer möchte nämlich sämtlichen britischen Sportvereinen einschl. Premier League Klubs verbieten, Sponsorenverträge mit illegalen, sprich nicht von der britischen Glücksspielaufsicht United Kingdom Gambling Commission (UKGC) lizenzierten Anbietern abzuschließen. Nun hat sich mit Stella David, dem CEO des legalen Anbieters Entain erstmals ein hochrangiger Vertreter der Branche dazu geäußert.
David positioniert sich klar und fordert umgehende Einführung des Gesetzesvorhabens
Stella David bezog Stellung und sorgt nun mit deutlichen Worten für reichlich Wirbel im britischen Fußball. Sie schreckte in einem Brief an den Geschäftsführer der Premier League, Richard Masters zudem auch nicht vor klaren Worten zurück (Link in Englisch). Nachlesen lassen sich etwa Aussagen wie: “Es kann nicht angehen, dass Fußballvereine, die in der weltweit am häufigsten im TV verfolgten Liga spielen, Glücksspielanbieter bewerben, die nicht über eine britische Glücksspiellizenz verfügen.”
Sie untermauerte ihre Aussagen zudem mit einem simplen Beispiel aus dem Spieltagskalender der Premier League. Dort würden mit Sunderland sowie Bournemouth zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die beide illegale Online Glücksspielanbieter bewerben und so für ein “Schwarzmarktderbie” sorgen. Die von der Premier League freiwillig eingeführte Maßnahme, auf illegale Sponsoren auf den Trikots zu verzichten, bezeichnete sie dabei lediglich als eine Mindestmaßnahme. Diese könnte nämlich leicht umgangen werden, wenn Bandenwerbung oder Ähnliches im Stadion weiterhin sichtbar sei.
Stella betont die immer größer werdende Ausbreitung von Schwarzmarktanbietern
Sie wies zudem darauf hin, dass das Resultat dieser Werbemaßnahmen immer deutlicher sichtbar werden. So hätten Schwarzmarktanbieter in Großbritannien im Jahr 2022 lediglich einen Marktanteil von 2 % besessen. Heute wären es demnach bereits 9 %, was einem Umsatz von 2,7 Milliarden britischen Pfund bedeute.
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