Geldwäsche im Casino: Trio nach 26.000-Dollar-Betrug angeklagt
Der eine nannte sich "Deniro", der andere "Capone" - und einer davon ist tatsächlich sein echter Name. Ein Geldwäsche-Fall aus dem US-Bundesstaat Washington liest sich wie ein schlechter Gangsterfilm, hat aber einen echten Geschädigten: Ein Bewohner aus Centralia verlor über 26.000 Dollar an eine organisierte Bande.
So lief der Betrug
Die Masche war klassisch: Gestohlenes Geld vom Konto des Opfers zuerst auf ein Zwischenkonto, dann weiter auf das Konto von Abby Craig – die als sogenannte „Money Mule“ fungierte. Craig gab später an, sie habe gedacht, das Ganze sei legal, und sollte 1.000 Dollar für ihre Hilfe bekommen. Misstrauisch wurde sie erst, als die Beträge die 5.000-Dollar-Marke knackten – zu spät. Den entscheidenden Hinweis lieferte Überwachungsvideo vom Emerald Queen Casino, wo Craig gemeinsam mit Deniro S. Sullivan, 21, am Geldautomaten eine unautorisierte Abhebung vom Konto des Opfers vornahm. Fahrer des Fluchtwagens war Devonte J. Watley, 23 – alias „Capone“.
Zwei neue Angeklagte, ein laufendes Verfahren
Sullivan und Watley wurden in Pierce County verhaftet und stellten jeweils 25.000 Dollar Kaution. Am 27. Februar traten beide erstmals vor dem Lewis County Superior Court auf. Beide sind wegen erstgradigem Diebstahl und Geldwäsche angeklagt – Class-B-Felonies, die bis zu 10 Jahre Haft und 20.000 Dollar Strafe nach sich ziehen können. Craig hatte bereits am 5. Februar auf „nicht schuldig“ plädiert. Die Arraignments von Sullivan und Watley sind für den 5. März angesetzt.
Der Fall zeigt, wie Casinos immer wieder als Kulisse für Geldwäsche-Operationen dienen – und wie Überwachungskameras am Ende zum entscheidenden Beweisstück werden.
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