Shiny Hunters hackt Wynn Las Vegas – 800.000 Datensätze erlangt
Las Vegas hat ein Problem mit Hackern - und Wynn Resorts ist das jüngste Opfer. Die Cybergang ShinyHunters hat über 800.000 interne Datensätze entwendet und fordert ein Lösegeld von 1,5 Millionen Dollar. Die Frist war der 23. Februar 2026. Offenbar hat Wynn die Zahlung geleistet.
Eingedrungen durch eine Oracle-Schwachstelle
Der Angriff fand bereits im September 2025 statt und wurde über Monate hinweg nicht bemerkt. Den Informationen von The Register zufolge erlangten die Hacker Zugang, indem sie eine Schwachstelle in Oracle PeopleSoft ausnutzten und die gestohlenen Zugangsdaten eines Mitarbeiters verwendeten. Was sie dabei erbeutet haben, ist alles andere als angenehm: Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Gehälter, Sozialversicherungsnummern und weitere persönliche Informationen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern. Wynn gibt an, dass Kundendaten nicht betroffen sind – nach anfänglichem Schweigen hat das Unternehmen den Vorfall mit einem kurzen Statement bestätigt und verwies auf laufende Ermittlungen zusammen mit externen Cybersecurity-Experten.
Bezahlt, gelöscht, weiter – die Routine eines Millionen-Deals
Wynn Resorts ist mittlerweile von ShinyHunters‘ Leak-Website verschwunden – das ist ein starkes Zeichen dafür, dass das Lösegeld bezahlt wurde, obwohl der Konzern dies offiziell nicht bestätigt. Im Jahr 2023 zahlte Caesars Entertainment nach einem ähnlichen Muster 15 Millionen Dollar, während MGM sich weigerte und letztlich einen Schaden von 100 Millionen Dollar hatte. Angesichts dieser Umstände sind 1,5 Millionen Dollar für Wynn fast ein Schnäppchen. ShinyHunters wird als verbunden mit Scattered Spider angesehen – der Gruppe, die vor drei Jahren MGM und Caesars lahmlegte. Obwohl seitdem mehrere Mitglieder festgenommen wurden, scheint die Gruppe weiterhin ungehindert zu operieren. Wynn hat neben dem Lösegeld inzwischen mehrere Sammelklagen am Hals; Kunden verklagen das Unternehmen, obwohl es keine Hinweise auf kompromittierte Gästedaten gibt.
Las Vegas bleibt ein Highstakes-Tisch – nicht nur für Spieler, sondern auch für Hacker.
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