Caesars Entertainment vor Verkauf?
Jeder, der schon einmal auf dem Las Vegas Strip war, hat den Namen schon mal gehört: Das Caesars Palace. Und nun könnte eben dieses Etablissement zusammen mit einigen anderen prestigeträchtigen Casinos verkauft werden. Laut einem Bericht der Financial Times vom 26. Februar 2026 prüft Caesars Entertainment - Betreiber von Caesars Palace, Harrah's, Horseshoe und über 50 weiteren Casinos in Nordamerika - aktiv Übernahmegebote mehrerer Interessenten. Der Aktienkurs schoss daraufhin um rund 19 Prozent nach oben.
Fertitta als Hauptkandidat – mit Komplikationen
Der meistgenannte Name ist Tilman Fertitta, texanischer Milliardär und Betreiber der Golden Nugget-Casinokette. Fertitta hält zudem einen Anteil von rund 12,3 Prozent an Wynn Resorts und ist Eigentümer der Houston Rockets. Sein Unternehmen Fertitta Entertainment gilt als einer der ernsthaftesten Interessenten. Allerdings gibt es einen Haken: Seit Dezember 2024 ist Fertitta US-Botschafter in Italien und San Marino – und darf damit keine aktive operative Rolle in seinem Unternehmen übernehmen. Die Übernahmeverhandlungen müsste Nicki Keenan, der aktuelle Geschäftsführer von Fertitta Entertainment, führen.
Neben Fertitta soll auch ein sogenanntes Management-Buyout im Gespräch sein – sprich: das bestehende Führungsteam von Caesars könnte versuchen, den Konzern selbst zu übernehmen.
Schuldenberg macht den Deal kompliziert
Warum steht Caesars überhaupt zur Disposition? Der Konzern kämpft seit Jahren mit einer erdrückenden Schuldenlast von über 20 Milliarden Dollar, inklusive Leasing-Verpflichtungen gegenüber dem Immobilientrust Vici Properties – dessen Marktwert inzwischen sogar höher ist als jener von Caesars selbst. Der Aktienkurs war zuletzt auf ein Fünfjahrestief gefallen und liegt mehr als 80 Prozent unter dem Pandemie-Hoch. Gleichzeitig meldete das Unternehmen im digitalen Segment zuletzt Rekordumsätze von 1,41 Milliarden Dollar für 2025, ein Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für einen potenziellen Käufer würde der Erwerb wegen der Schulden ein Gesamtvolumen von über 30 Milliarden Dollar bedeuten – vergleichbar mit dem Apollo-/TPG-Deal von 2008, der 2015 in der Insolvenz endete. Die Financial Times warnte, dass eine großvolumige Bankenfinanzierung die Transaktion erheblich erschweren könnte.
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