Caesars jüngster Anbieter, der Kreditkarteneinzahlungen einstellt
Caesars akzeptiert auf allen eigenen US-Plattformen keine Kreditkarten mehr als Einzahlungsmethode und folgt damit dem allgemeinen Trend in der Branche.
Caesars Entertainment akzeptiert bei seinen US-amerikanischen Online-Glücksspielmarken keine fortgesetzten Einzahlungen per Kreditkarte und ist damit der jüngste große Anbieter, der sich von dieser Zahlungsmethode verabschiedet.
Die Änderung gilt für Caesars Sportsbook, Caesars Palace Online Casino, Horseshoe Online Casino und WSOP Online in den USA, während in Puerto Rico und Kanada weiterhin Kreditkarten akzeptiert werden.
Kunden können weiterhin Einzahlungen auf ihre Konten mit Debitkarten, ACH/eCheck, PayPal, Venmo, Apple Pay und Prepaid-Play+-Karten vornehmen sowie Barzahlungen an Verkaufsstellen tätigen, sofern diese verfügbar sind.
Caesars schließt sich dem branchenweiten Verzicht auf Kreditkarten an
Caesars ist einer der letzten großen Namen im Bereich Sportwetten und iGaming, der Kreditkarten aus dem Angebot nimmt.
DraftKings hat diese Zahlungsmethode bereits im August 2025 abgeschafft. FanDuel folgte am 2. März mit der Begründung, „das Einzahlungserlebnis zu verbessern“.
BetMGM begann am 31. März mit einer schrittweisen Einführung, während bet365 Kreditkarten am 13. April abschaffte. Fanatics hingegen hat seit dem Start seines Sportwettenangebots noch nie Kreditkarten akzeptiert.
Zu den Anbietern, die in einigen Märkten weiterhin Kreditkarten akzeptieren, gehören BetRivers, Hard Rock Bet, theScore, Hollywood Casino und Bally’s.
Dieser Trend spiegelt sowohl von den Anbietern initiierte Maßnahmen für verantwortungsbewusstes Spielen als auch eine zunehmende behördliche Kontrolle wider.
Auf Bundesstaatenebene verbieten bereits mehrere Gerichtsbarkeiten Kreditkarteneinzahlungen für Online-Wetten, darunter Iowa, Massachusetts, New Hampshire, Oregon, Rhode Island, Tennessee und Vermont. Virginia hat Anfang dieses Jahres ein Verbot erlassen, während in Colorado, New Jersey und New York entsprechende Gesetzesvorlagen in der Beratung sind.
Geringe Auswirkungen des Kreditkartenverbots auf den Umsatz
Auch wenn der Verzicht auf Kreditkarten auf den ersten Blick die Gewinne der Betreiber beeinträchtigen könnte, gehen Analysten davon aus, dass die finanziellen Auswirkungen wahrscheinlich minimal sind.
Jordan Bender, Aktienanalyst bei Citizens JMP Securities, erklärte gegenüber Gambling Insider, dass die Gesamtauswirkungen „minimal“ sein dürften.
Er merkte an, dass sich der Umsatz von DraftKings „in den Monaten nach der Umsetzung nicht wesentlich verändert habe“. Er fügte hinzu, die Änderung sei „eher eine Schlagzeile als eine echte Auswirkung auf das Geschäft“.
Sam Ghafir, Analyst bei Macquarie Capital, schloss sich dieser Ansicht an und erklärte:
Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen recht gering sein werden, insbesondere auf lange Sicht.
Er schätzt, dass Kreditkarten etwa 10 % bis 20 % der Einzahlungen auf US-Glücksspielkonten ausmachen. Ghafir erklärte, dass Kreditkartennutzer dazu neigen, „über ihre Verhältnisse zu spielen“, da es sich dabei vor allem um Neukunden und Gelegenheitsspieler handelt.
Ghafir fügte hinzu, dass es über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten zu geringfügigen kurzfristigen Auswirkungen kommen könnte, da einige Nutzer bei der Registrierung auf Schwierigkeiten stoßen, sich die Situation jedoch wieder normalisieren dürfte.
Die Umstellung könnte für die Betreiber auch finanziell vorteilhaft sein.
Kreditkarten sind mit höheren Bearbeitungsgebühren verbunden, während alternative Zahlungsmethoden kostengünstiger und zuverlässiger sind. Ghafir fügte hinzu, dass der Verzicht auf Kreditkarten „künftige politische Risiken verringern“ und die ESG-Positionierung verbessern könne.
Demnach scheint der Übergang eher durch Compliance-Anforderungen, Kosteneffizienz und Überlegungen zum verantwortungsvollen Glücksspiel als durch Umsatzbedenken motiviert zu sein.
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