DraftKings zertifiziert Verträge für Sportveranstaltungen für neue DKeX-Plattform selbst
DraftKings hat mehrere Vertragsprodukte für Sportveranstaltungen bei der CFTC selbst zertifiziert und dabei den Namen seiner hauseigenen Plattform bekannt gegeben.
Die zu DraftKings gehörende Railbird Exchange hat ihre ersten sechs Sportwettenkontrakte bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) selbst zertifiziert. Dies ist der erste öffentliche Hinweis auf die Marke „DKeX“ für die hauseigene Wettbörsenplattform von DraftKings.
Die Unterlagen wurden am 22. Mai eingereicht, wobei die Kontrakte ursprünglich am 27. Mai gelistet werden sollten. Zu den selbst zertifizierten Produkten gehörten:
- GAMEWIN-Verträge: „Wird [Teilnehmer] den [Zeitraum] von [Veranstaltung] gewinnen?“
- GAMESPREAD-Verträge: „Wird [Teilnehmer] während des [Zeitraums] von [Veranstaltung] einen Punktunterschied gegenüber [Gegner] von [Bedingung] [Anzahl] erzielen?“
- ENTITYSTAT-Kontrakte: „Wird [Entität] während [Zeitraum] von [Ereignis] [Bedingung] [Anzahl] [Statistik] verzeichnen?“
- ENTITYOUTPERFORM-Kontrakte: „Wird [Entität] während [Zeitraum] von [Ereignis] [Gegner] in [Metrik] übertreffen?“
- ENTITYACHIEVEMENT-Kontrakte: „Wird [Entität] während des [Zeitraums] des [Ereignisses] [Leistung] erzielen?“
- GAMEPROPERTY-Kontrakte: „Wird [Eigenschaft] während des [Zeitraums] des [Ereignisses] eintreten?“
DraftKings hat Railbird im Oktober 2025 im Rahmen seiner umfassenden Expansion in den Bereich der bundesstaatlich regulierten Prognosemärkte übernommen.
Railbird agiert als bei der CFTC registrierter Designated Contract Market (DCM), was es DraftKings ermöglicht, Kontrakte direkt über die eigene Börseninfrastruktur zu listen und zu betreiben, anstatt auf Drittbörsen angewiesen zu sein.
Die Kontrakte ähneln Sportwettenmärkten und Mikro-Wetten
Die Kontrakte spiegeln einige der beliebtesten Wettarten wider, die von traditionellen Sportwettenanbietern angeboten werden, darunter Moneyline-Wetten, Spread-Wetten, Spieler-Prop-Wetten und Live-Mikrowetten.
GAMEWIN-Kontrakte funktionieren im Wesentlichen wie Moneyline-Wetten darauf, ob eine Mannschaft oder ein Spieler ein Spiel oder einen Teil eines Events gewinnt. GAMESPREAD ähnelt traditionellen Spread-Wetten, während ENTITYSTAT- und ENTITYACHIEVEMENT-Verträge Spieler-Prop-Märkten ähneln, die an statistische Schwellenwerte oder Leistungen geknüpft sind.
ENTITYOUTPERFORM ähnelt Kopf-an-Kopf-Wetten. GAMEPROPERTY hingegen scheint breit genug zu sein, um Märkte abzudecken, die mit Über-/Unter-Wetten, Punktesequenzen, zeitbasierten Ergebnissen und anderen Ereignissen während des Spiels verbunden sind, die von den anderen Vertragskategorien nicht erfasst werden.
Einige der Anträge beziehen sich auch auf „Zeitraum“-Strukturen innerhalb von Spielen. Das eröffnet die Möglichkeit für Kontrakte auf Teile von Veranstaltungen zusätzlich zu den Endergebnissen.
Die Anträge deuten darauf hin, dass DraftKings DKeX möglicherweise so positioniert, dass es bundesweit regulierte Produkte im Stil von Mikrowetten unterstützt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Wetten vor Spielbeginn beziehen sich Mikrowetten auf kurzzeitige Ereignisse innerhalb eines Spiels. Beispiele hierfür sind der Ausgang eines Spielzugs, eines Innings, eines Ballbesitzes, eines Spielabschnitts oder einer anderen begrenzten Spielsequenz.
Die Anträge folgen auf Äußerungen von Paul Liberman, dem President of Operations bei DraftKings, Anfang dieses Monats. Er erklärte, er gehe davon aus, dass „schnelle, dynamische“ Mikrowettmärkte letztendlich in die Sportwettenmärkte Einzug halten werden.
Bemerkenswert ist, dass die selbstzertifizierten Produkte offenbar keine „Combos“ oder Produkte im Parlay-Stil enthalten. DraftKings hat kürzlich Combos und eine überarbeitete Gebührenstruktur für seine Plattform „DraftKings Predictions“ eingeführt.
DraftKings dringt tiefer in die Prognosemärkte vor
Die Anträge stellen den bislang deutlichsten Schritt von DraftKings in Richtung der Einführung einer eigenen Börseninfrastruktur dar. Derzeit bietet das Produkt „DraftKings Predictions“ Kontrakte über die Börsen Crypto.com und CME Group an.
Durch den Betrieb von Kontrakten über DKeX könnte DraftKings eine größere Kontrolle über Kontraktgestaltung, Liquidität, Preisgestaltung, Market Making und die Wirtschaftlichkeit auf Börsenebene erlangen, anstatt sich auf Drittbörsen zu verlassen.
Dieser Schritt ist von zentraler Bedeutung für die übergeordnete Strategie von DraftKings im Bereich der Prognosemärkte. Während der Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal Anfang dieses Monats bezeichnete CEO Jason Robins Prognosemärkte als strategische Priorität und als Mittel zur Kundengewinnung in Bundesstaaten, in denen Sportwetten verboten sind.
Sobald DKeX in Betrieb ist, wird es voraussichtlich in die „Super App“ von DraftKings integriert, die Sportwetten, iGaming, Pferderennen und Event-Contract-Produkte auf einer einzigen Plattform vereint.
Während sich staatliche Regulierungsbehörden und die Prognosemarktbranche weiterhin vor Gericht darüber streiten, ob Sportwettenverträge unter die Aufsicht der CFTC oder unter staatliche Glücksspielgesetze fallen, dringt DraftKings immer tiefer in diesen Sektor vor.
Die Branche erhielt kürzlich zusätzliche politische Unterstützung, nachdem Präsident Donald Trump Prognosemärkte in den sozialen Medien öffentlich befürwortet und sie als „neue Form des Finanzmarktes“ bezeichnet hatte.
Hinweis: Da Prognosemärkte in Deutschland illegal sind, dient dieser Beitrag hinsichtlich der Erwähnung von Prognosemärkten in diesem Artikel lediglich und ausschließlich Informationszwecken.
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