Rund 850 Jobs bei Maverick-Casinos in Washington gefährdet
Acht weitere Casino-Standorte stehen auf dem Prüfstand, während Maverick Gaming sein Chapter-11-Verfahren durchläuft. Ein Betreiber- oder Eigentümerwechsel könnte die Schließungen noch verhindern oder verschieben.
Acht weitere Casino-Standorte stehen auf dem Prüfstand, während Maverick Gaming sein Chapter-11-Verfahren durchläuft. Ein Betreiber- oder Eigentümerwechsel könnte die Schließungen noch verhindern oder verschieben.
Maverick Washington LLC plant, am 30. November acht Casinos im Bundesstaat Washington zu schließen; rund 850 Arbeitsplätze sind dadurch gefährdet. Die angekündigten Maßnahmen erfolgen im Rahmen des Chapter-11-Verfahrens, das Maverick im Juli 2025 beantragte, und sind noch nicht endgültig.
WARN-Meldungen nennen acht betroffene Standorte
Maverick Washington LLC reichte für die betroffenen Immobilien Mitteilungen nach dem Worker Adjustment and Retraining Notification Act (WARN) beim Washington Employment Security Department ein. Die geplante Schließungsrunde umfasst das Great American Casino in Everett, drei Casinos in Lakewood, das All Star Casino in Silverdale, Casino Caribbean in Yakima, Crazy Moose Casino in Pasco und Coyote Bob’s Casino in Kennewick.
Das Unternehmen erklärte, die Schließungen müssten nicht dauerhaft sein. Sollte im Insolvenzverfahren ein neuer Betreiber oder Eigentümer für einzelne Standorte gefunden werden, könnten diese geöffnet bleiben oder die angekündigten Termine verschoben werden.
Zusätzlich hatte Maverick bereits die Schließung des Great American Casino und des Riverside Casino in Tukwila für den 1. November angekündigt. Diese beiden Standorte betreffen weitere 238 Beschäftigte: 96 beim Great American Casino und 142 beim Riverside Casino. Die angekündigte Schließung des Great American in Tukwila ist von dem jetzt genannten Standort in Everett zu unterscheiden.
Mit den jüngsten WARN-Meldungen und den zuvor angekündigten Kürzungen könnten 2026 insgesamt mehr als 1.200 Arbeitsplätze in Washington wegfallen oder gefährdet sein. Die Zahl umfasst damit sowohl Stellen an den acht nun gemeldeten Standorten als auch die Beschäftigten der für November angekündigten Schließungen in Tukwila.
Chapter 11 folgt auf rasche Expansion
Maverick beantragte im Juli 2025 Gläubigerschutz nach Chapter 11 bei einem Gericht in Texas. Im Insolvenzantrag bezifferte das Unternehmen seine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten jeweils auf eine Spanne zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar.
Bereits im Juni 2025 hatte S&P Global Ratings die Kreditratings von Maverick zurückgezogen. Die Ratingagentur begründete diesen Schritt damit, dass ihr nicht mehr ausreichend Informationen vorlagen, um die Ratings aufrechtzuerhalten. Einen Monat später beantragte das Unternehmen Insolvenzschutz.
Dem Verfahren ging eine rasche Expansion durch Übernahmen voraus. Maverick baute sein Geschäft in Washington, Nevada und Colorado aus und kaufte 2022 die Evergreen Gaming Corporation für 80,5 Millionen US-Dollar. Mit der Übernahme kamen mehrere Standorte in Washington zum Unternehmen. Die jetzt angekündigten Schließungen stehen damit im Kontrast zur vorherigen Ausweitung des Portfolios und dürften Mavericks Präsenz im Bundesstaat weiter verkleinern.
Überwachungssystem als Wettbewerbsfaktor
Maverick verwies auch auf die Entscheidung der Washington State Gambling Commission, einen Antrag zur Nutzung eines zentralisierten Überwachungssystems abzulehnen. Nach Darstellung des Unternehmens belastete diese Entscheidung die Wettbewerbsfähigkeit seiner Cardrooms und erhöhte den betrieblichen Druck. Weitergehende Aussagen zu den Auswirkungen auf den gesamten Markt lassen sich daraus nicht ableiten.
Maverick betreibt weiterhin Standorte in Washington, Nevada und Colorado. Wie viele der angekündigten Schließungen tatsächlich umgesetzt werden, hängt auch davon ab, ob sich im laufenden Chapter-11-Verfahren Käufer oder neue Betreiber für einzelne Casinos finden. Solche Wechsel könnten sowohl den Fortbestand der Standorte als auch die betroffenen Arbeitsplätze sichern; bis dahin bleiben die Schließungen geplant, nicht vollzogen.
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